Zuhören
Sr 2014  307

Verfasst von Sue Rado
10. März 2020

Sind Sie ein guter Zuhörer - eine gute Zuhörerin?

In der heutigen Zeit hat man häufig den Eindruck, dass es immer mehr Menschen gibt, die sehr gut im Reden und in ihrem Auftritt sind – aber dass es immer weniger gibt, die genauso gut zuhören können.

Liest man in der Literatur nach, erfährt man rasch, dass das Aktive Zuhören drei Elemente beinhaltet:

  1. Innere Bereitschaft des Zuhörers, sich voll und ganz auf den Redner zu konzentrieren und diesem den Raum zu geben
  2. Fähigkeit des Zuhörers, mit verschiedenen Techniken sicherzustellen, dass inhaltlich alles richtig bei ihm ankommt. Techniken sind z.B.: paraphrasieren (in eigene Worte fassen), nachfragen, zusammenfassen, klären, weiterführen, abwägen etc.
  3. Bereitschaft des Zuhörers, die von ihm beobachteten oder spürbaren Gefühle des Redners in Worte zu packen und nachzufragen (verbalisieren)

Mit „sozialem Grunzen“ (mmh, ja, richtig! Verstehe ich gut…) und mit nonverbalen Signalen wie Augenkontakt, Nicken, Lächeln, nach vorne beugen oder allenfalls auch mit Notizen machen, zeige ich mein Interesse am Gesprächspartner oder an seiner Geschichte zusätzlich.

Und schlussendlich ist auch klar, wie wichtig das aktive teilnehmen an den Gedanken, Gefühlen und Ideen unserer Gesprächspartner ist. Es ist wertschätzend, zeigt Interesse und gibt Sicherheit.

In der Theorie tönt das alles ganz einfach, logisch und klar. In der Praxis jedoch hört man eher das Gegenteil, nämlich dass sich jemand beklagt, es werde ihm nicht richtig zugehört – sowohl privat wie auch geschäftlich. Warum ist das so und was hindert uns daran, dieses Wissen auch in die Tat umzusetzen? Denn können würden wir es schon.Mit „sozialem Grunzen“ (mmh, ja, richtig! Verstehe ich gut…) und mit nonverbalen Signalen wie Augenkontakt, Nicken, Lächeln, nach vorne beugen oder allenfalls auch mit Notizen machen, zeige ich mein Interesse am Gesprächspartner oder an seiner Geschichte zusätzlich.

Und schlussendlich ist auch klar, wie wichtig das aktive teilnehmen an den Gedanken, Gefühlen und Ideen unserer Gesprächspartner ist. Es ist wertschätzend, zeigt Interesse und gibt Sicherheit.

In der Theorie tönt das alles ganz einfach, logisch und klar. In der Praxis jedoch hört man eher das Gegenteil, nämlich dass sich jemand beklagt, es werde ihm nicht richtig zugehört – sowohl privat wie auch geschäftlich. Warum ist das so und was hindert uns daran, dieses Wissen auch in die Tat umzusetzen? Denn können würden wir es schon.

In der Kommunikation nennt man das Zuhörfallen. Das sind z.B.:

  • mangelndes Interesse am Gesprächspartner
  • keine Sympathie für Sprecher
  • belastete Beziehungsebene zum Redner
  • Vorurteile gegenüber dem Sprecher
  • für uns uninteressantes Thema
  • ermüdende Wiederholungen
  • langatmige und für unser Begriff zu detaillierte Erläuterungen
  • keine neuen Infos
  • eingeschränkte, eigene Konzentration
  • eigener Wunsch, etwas zu erzählen
  • bereits beschäftigt mit Zusammentragen von Gegenargumenten
  • eigene Story dazu los werden wollen

Fühlen Sie sich in einigen Punkten ertappt? Kennen wir doch alle solche Ablenkungen, oder? Es geht so schnell – und schon ist die Aufmerksamkeit weg. Einige von uns sind dann sehr kreativ in den Ausreden, wenn es darum geht, das Gespräch zu beenden oder in eine andere Richtung zu lenken. Zum Beispiel mit Sätzen wie: „Das ist ja super spannend – leider muss ich zur nächsten Sitzung..“ oder „Oh, da habe ich auch eine coole Story dazu. Wir waren vor drei Jahren…“. Oder kennen Sie den verzweifelten Blick auf die Uhr – in der Hoffnung, der andere merkt, dass Sie keine Zeit mehr haben?

Fair wäre es, dem Gegenüber zu sagen, dass Sie eine Pause brauchen, gerade Mühe haben mit der Konzentration, uns vom Thema überfordert fühlen oder was auch immer. Das wäre offene und ehrliche Kommunikation, die wir uns alle so oft wünschen.

Sicher kennen auch Sie Menschen, die sich ständig beklagen oder von denen Sie immer und immer wieder dasselbe Drama hören. Ein Tipp dazu: Fragen Sie einfach mal, was er seit dem letzten Gespräch alles geändert hat, welche Tipps er inzwischen mit welchem Erfolg umgesetzt hat – die Erfahrung zeigt, dass dann das „Klagelied“ rasch beendet ist und das Thema gewechselt wird. Auch gut – Ziel erreicht!

Unsere Tipps:

  • Starten Sie doch Ihr Übungsfeld zuerst in Ihrer Partnerschaft – ob Ihr Lebenspartner wohl einen Unterschied merkt…?
  • Fragen Sie Ihren Lebenspartner, ihre Lebenspartnerin, wie es bezüglich zuhören bei Ihnen steht...!